‚My name is Björn.‘ – ‚How do you spell that?‘

Es ist eigentlich nicht schwer mit Leuten ins Gespraech zu kommen. Insbesondere wenn man mit einem, fuer britische Verhaltnisse, exotischen Namen ausgestattet ist. Das liefert schonmal direkt Vorlagen fuer Smalltalk Themen, wie z.B. ‚Where are you from?‘, ‚How do you spell your name?‘ oder ‚Cologne? Nice cathedral!‘. Erstaunlicherweise brechen sich die meisten die Zunge ab, wenn sie versuchen meinen Namen auszusprechen (Born, Biorn, Bron), bis ich sage, dass es mal einen schwedischen Tennisspieler dieses Namens gegeben hat. Björn Borg koennen sie alle aussprechen.

Bisher beschraenkt sich mein Bekanntenkreis aber auf mein Wohnumfeld, wo ich meinen Vermieter David und dessen Sohn Thomas kenne, sowie auf unser winziges Grossraumbuero, das wir uns in Stosszeiten zu acht teilen. Hier geht es angenehm international zu: Mexiko, China, Spanien, Griechenland und sogar zwei Briten. Die Kollegen sind alle sehr nett, aber haben mit meinem Aufgabengebiet leider ueberhaupt nix zu tun. Die meisten sind Mathematiker oder Informatiker, die hier im selben Gebauede sitzen wie die Ingenieure und Bob, ein englischer Professor im Ruhestand, beschaeftigt sich ‚just for fun‘ mit Materialwissenschaften.

Heute ist Donnerstag, da ist um 11 immer tea&cookies im Gemeinschaftsraum. Da wird dann ein wenig geplauscht, mal sehen ob ich einen aus meinem Institut finde. Die meisten sind aber sowieso zur Zeit im Urlaub, da hier Ferien sind.

Apropos Ferien: An der Uni was zu regeln in der vorlesungsfreien Zeit ist eine wahre Herausforderung. Niemand ist da, und die Wenigen die doch da sind fuehlen sich nicht zustaendig. Zustaende sind das… Dabei will ich doch nur, dass mein Campus-Login endlich auf allen Systemen funktioniert, die ich benutzen will. Ich muss mich schliesslich noch fuer Kurse im Mai einschreiben. Die Technik ist (wenn sie denn laeuft)ziemlich raffiniert. Man erhaelt ein Login und kann sich damit auf einer persoenlichen Internetseite anmelden. Dort hat man dann einen Mailclient, einen Terminkalender, eine Kursuebersicht (fuer Studenten), Zugriff auf die Medien der Bibliothek und viele Schmankerl mehr. Man kann das auch bis zu einem gewissen Grad personalisieren, also an sich eine feine Sache. ABER ES GEHT NICHT! So, ich schreib jetzt nochmal an den IT-Helpdesk. Die haben bestimmt schon ne Akte fuer mich angelegt. Und dann geh‘ ich Tee trinken (und abwarten).

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2 Comments

  1. Arne

    Das mit den Vornamen kenne ich. In Australien war ich stets der Arnie (Sworzenägger)

  2. anteater

    Hi Björn,

    schön, dass Du hier mal schreibst. Und ich jetzt die Einträge von zwei Monaten nachlesen darf…

    Mit den Namen, ja, da gibt es auch andere „Eselsbrücken“. „Jens“ zum Beispiel wird zuerst auch als „Dschens“ ausgesprochen, bis man dem gemeinen Angelsachsen sagt, dass das „j“ wie „y“ auszusprechen ist und schon klappt’s. Hinsichtlich „Björn“ würde ich „like ‚yearn‘ with a ‚b'“ vorschlagen. Ich habe ja das Problem eher in Deutschland. Hier kennen „alle“ „Sue-Ellen“ (Dallas), also schlage ich diesen Namen mit ‚l‘ statt dem ’s‘ vor. Funktioniert!

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